
Anlässlich des 1.150jährigen Stadtjubiläums fuhr eine 45-köpfige Delegation aus Schorndorf nach Kahla.
Empfangen wurde die Reisegruppe im Garten des Heimatmuseums mit offenen Armen, Kaffee und typisch thüringischen Kuchen. Offiziell begrüßt wurden die Schorndorfer vom dortigen Vorsitzenden Dieter Stops und dem Bürgermeister Jan Schönfeld.
Im nahegelegenen Jena erklärten der Stadtrat und Stadtbilderklärer Michael Gauer anschließend den Schorndorfern die wichtigsten Gebäude und zeigte, welche kulturellen Highlights in dieser Studentenstadt stattfinden. Neben vielen universitären Fakultäten gibt es in Jena den zweiten botanischen Garten Deutschlands. Das gemeinsame Abendessen, bei dem auch Oberbürgermeister Bernd Hornikel mit Frau anwesend war, fand im traditionellen Restaurant „Zur Noll" statt.
Mit Kultur ging es auch am nächsten Morgen in der Weltkulturstadt Weimar weiter. Wieder war es Michael Gauer, der in launigen Worten der Gruppe vieles aus der Geschichte einordnen konnte. So sprach er von der goldenen Epoche mit Goethe und Schiller, von Liszt und Bach und nicht zuletzt von dem in Weimar geborenen Otto Schott, der mit seiner Glasfabrik nach Jena zog und dort sehr erfolgreich wurde.
Zurück in Kahla konnte Michel Gauer die Gruppe noch mit seinem Wissen über die Innenhöfe und die Kirche von Kahla begeistern. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Museumshof ging es mit Thüringer Würsten und Käse sowie Wein aus Frankreich weiter, den die Teilnehmer aus der französischen Partnerstadt Voreppe der italienischen Partnerstadt Castelnovo ne' Monti von Kahla mitgebracht hatten.
Am Sonntag fand der stimmungsvolle Jubiläums-Festumzug statt, an dem auch die Vorsitzenden der Kahlaer Partnerschaftsvereine und die Schorndorfer Weiber in stattlicher Anzahl teilnahmen. Es gab viele historische Kostüme und Fahrzeuge zu bestaunen und auch die Feuerwehr und die Fanfarengruppe sorgten für Stimmung. Die Menschen an den Straßenrändern freuten sich sichtlich, die Schorndorfer zu sehen. Zum Abschluss gab es auf dem Marktplatz fetzige Schalmeienklänge. Der Landrat des Saale-Holzlandkreises Johann Waschnewski und der Ministerpräsident von Thüringen Mario Voigt, beide von der CDU, sprachen Grußworte und gratulierten zur langen Geschichte. Vor über 1.000 Jahren gab es dort in der Gegend viele Stadtgründungen, die Menschen haben sich dort offensichtlich wohl gefühlt.
Thomas Röder, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Schorndorf, bedankte sich bei den Freunden aus Kahla für den tollen Aufenthalt, bei Marion Rube für die hervorragende Organisation der Reise und bei Gudrun Friedrich für die Teilnahme der Schorndorfer Weiber an der Reise. Sie waren eine große Bereicherung. Eindrückliche Begegnungen und interessante Geschichten bleiben auch nach dieser Reise in eine Partnerstadt Schorndorfs in guter Erinnerung.
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